Drei Farben Türkis

Der „Neue“ ist da.

Natürlich kein „Assi“, der mich nach nunmehr 20 Monaten „Homeoffice“ bei der täglichen Arbeit unterstützen soll, so was kriegen nur Chefs, und außerdem kann ich das alles allein. So.

Nein, es ist der erwartete Kühlschrank. Kräftige Männer stellen ihn strahlend im Hausflur ab, nehmen das werweißwieviel Jahre alte Wrack wie geplant mit, platzieren dann das neue Stück mitten in die Küche. In die Lücke, wo er hinsoll, wäre es nicht zielführend, angesichts der gigantischen Kartonage, in der er sich verbirgt.

Immer mit der Ruhe. Das wird schon

Die zu entfernen, ist nicht Aufgabe der fröhlichen Muskelmänner, in ihrer Auftragsbeschreibung ist eine Anliefer- bzw. Wegschleppzeit von 20 Minuten vorgegeben. Diese Zeit ist okay und völlig ausreichend, würde sich aber bei Entfernung der Verpackung (die weiß Gott nicht einfach eine Verpackung ist) locker verdreifachen.

Den türkisen Schatz freizulegen, erfordert zwar keine Tresorknacker-Erfahrung, aber doch Werkzeug. Und nachdem ich im Flur ca. 100 Kilogramm Verpackung (Karton, Styropor, Folien, Klebestreifen und noch mehr Folien) gestapelt habe, ist das türkise Schätzchen ganz leicht.

Und problemlos vom Protagonisten (nicht zufällig „Tarzan“) in sein Eckchen zu bugsieren.

Auf einem Zettel, der nicht von Greta Thunberg, sondern vom Hersteller stammt, rät man, diese 100 Kilogramm der Verpackung aufzubewahren. Der Kühlschrank könne so bei einem erneuten Transport optimal verpackt und geschützt werden. Diesem zweiten Satz stimme ich vorbehaltlos zu.

Dem ersten nicht. Zweifellos würde die Aufbewahrung, also Abfallvermeidung, ein globales Problem mildern, ein individuelles nicht: Würde ich all diesen Empfehlungen (Aufbewahren der Verpackungen für Fernseher, PC, Schrank, Bett etc. pp.) folgen, bräuchte ich zwei Wohnungen. Eine kurze Bilanzierung ergibt, dass ich genau eine zu wenig habe.

Ja, es gibt auch anmietbare Lagerräume für so was. Ich denke nach, wann ich wohl das nächste Mal umziehen werde, komme aber auf keinen konkreten Termin. Außerdem ist jetzt Arbeitsbeginn. Dank einer gerade kursierenden Seuche habe ich nur wenige Meter Weg zum Büro. Es nennt sich „Homeoffice“, möglicherweise habt Ihr diesen Ausdruck schon einmal gehört.

Pause.

Wie bei der neu zugezogenen Katze, die mich allmählich als Mieter der Anlage akzeptiert, lasse ich auch meinem neuen türkisen Mitbewohner eine Zeit der Akklimatisierung (ein geniales Wort in diesem Zusammenhang). Ein aufregender Moment, als der Strom fließt, das Licht angeht und ein feines Surren ertönt.

Als Erstes kommen die wichtigsten Schätze in den neuen Schatz: zwei Schokoherzen von „Air Berlin“. Wir erinnern uns: Die freundliche Fluglinie, bei der ich sogar mehrfach Kunde war, ist trotzdem untergegangen. „Abgestürzt“ wäre mir jetzt zu blöd, das können Boulevard-Blätter so formulieren, nicht der seriöse Tarzan-Blog.

2017 beantragte „Air Berlin“ die Insolvenz, am 27. Oktober erlaubte sich Kapitän David McCaleb beim allerletzten Landeanflug, ein Herz über der Stadt zu zeichnen. Schluchz.

Der letzte Flug: AB 6210 aus München. Pilot McCaleb mühte sich für einen „herz“lichen Abschiedsgruß an die Stadt. Gesehen haben es wohl nur die Fluglotsen. Es war spätabends, als der Airbus 320 in Tegel landete. Bye. Over and out. Die Triebwerke sind verstummt

Nur die legendären Schoko-Herzen bleiben. „Daffy“, Tresenwirt einer inzwischen geschlossenen Kneipe, steckte sie mir einst zu. Er arbeitete im Hauptberuf am Flughafen Tegel. Auch der ist mittlerweile geschlossen. Alles vergeht. Nur die Schoko-Herzen bleiben. Ähnlich wie bei Da-Vinci-Gemälden oder wertvollem alten Wein muss man hier vorsichtig mit Temperaturunterschieden umgehen. Noch weiß ich nicht, was für eine monströse Wertsteigerung hier entstehen könnte.

Werte schaffen muss ich aber zunächst mit dem frisch erworbenen Not-Kühlschrank. Auch hier bietet sich wieder Ebay-Kleinanzeigen an. Gelangweilt nach dem Spätfilm schieße ich zwei Bilder, stelle sie kurz vor Mitternacht online. Nur, damit es getan ist.

Bemerkenswert, wie viele Kühlschränke exakt in dieser Nacht ihren Geist aufgeben. Schon seit kurz nach Mitternacht stapeln sich die Anfragen, 0.08 Uhr, 4.12 Uhr, 6.28 Uhr, 8.37 Uhr.

So früh kann kein Tarzan aufstehen, niemals. Gut, dass ich keine Telefonummer angab. Warum sind alle so wild hinter einem kleinen Kühlschrank her? Meine eigene Suche vor einigen Tagen war ja was Besonderes. Ein Notfall. Stettiner Frischfleisch und antike „Air Berlin“-Schoko-Herzen waren in Gefahr. Eindeutiger Notfall.

Aber jetzt? Gott, es ist nur ein gebrauchter kleiner Kühlschrank. Welch Ansturm. Nächstes Mal werde ich aus Jux eine hochspezielle Klammer für eine Kupfer-Zündspule eines 1932er-Oldtimers „Hispano-Suiza“ inserieren. Sagen wir, 2 Euro. Das Ding hab ich zwar nicht, bin aber auf Angebote gespannt.

Okay, Spaß beiseite. Ich telefoniere ein paar der jetzt aktuellen Notfälle ab. Nummer eins ist „gerade nur heute in Berlin“, hat aber sein ganzes Geld woanders vergessen. Nummer zwei ist bereits woanders fündig geworden, hätte es mir auch gleich geschrieben. Es wird dann „Jenny“, die mit einem Fahrer vorbeikommen wird.

Sehr gut, anders als zu zweit wird das kleine, aber sehr schwere Ding kaum zur Hofeinfahrt zu schaffen sein. Ich denke da jetzt schon voller Schmerzen an meinen Rücken.

Der Rücken wird bestimmt noch Drama. Denn ich erkenne Furchtbares nach dem Aufstellen des neuen türkisen Lieblings-Kühlschranks: Das, übrigens perfekt saukalte, Gefrierfach ist oben! Das ist bei vielen so, sicher mehr oder minder normal.

Aber bei dem alten, jetzt entsorgten Wrack, war es unten!

Und das hieß, dass ich bei dem alten, jetzt entsorgten Wrack, die Tür öffnen konnte und mir meine Lieblingsgetränke, die hier nichts zur Sache tun, direkt in Unterarm-Höhe herausgreifen konnte.

Und jetzt ist das Getränke-Standfach ganz unten!

Weil das Gefrierfach eben ganz oben ist!

Natürlich wird Tarzan auch das meistern. Eben weil er Tarzan ist. Es ist dann Sport-Bücken. Aber eine Glaseinlage des türkisen Schatzes will ich dann doch nach unten verlegen.

Geht aber nicht. Die Tür geht nicht weit genug auf. Wegen der Fensterbank. Kein Problem. Man verschiebt den Nebenschrank, auf dem der Toaster steht, findet mächtig Schmutz auf dem Boden, putzt das erst mal weg, schiebt den Kühlschrank in eine andere Position, damit die Tür weit genug aufgeht, setzt die Glasplatte wie gewünscht tiefer.

Alles zurück nun. Wo ist der Toaster? Der könnte auch mal geputzt werden, sein nettes Beige (oder war der mal weiß?) verdient eine feuchte Wäsche. Doch, ja, ich trenne ihn vorher vom Strom. Viel zu viele tun das leider, sonst gäbe es hier mehr Parkplätze. Oh, der war fies.

Ausgeschüttet habe ich den Toaster auch geraume Zeit nicht, eine Krümel-Schublade hat das alte Wrack gar nicht. Jetzt wäre die Zeit. Oha. Ein halbes Brot kommt heraus. Handfeger.

Seit die Krümel fort sind (noch mal ein Kilo Abfall, diesmal natürlich nicht Pappe und Papier, sondern bio), riechen die Toasts schon vor Fertigstellung würzig, ein angenehm rauchiger Duft nach Grill oder so durchzieht die Küche.

Aber wie sieht das alte Toaster-Wrack neben meinem neuen polnischen Liebling (entschuldige, Frau Hiob) aus? Der so schön türkis ist. Mein Bügeleisen, zwar im Nebenraum, ist auch türkis. Damit hätten wir zwei.

Zwei Dinge also in Türkis. Ich gehe davon aus, dass jeder Mitleser den Titel „Drei Farben …“, wissend lächelnd verstanden und interpretiert hat. Natürlich geht es um die Film-Trilogie des Regisseurs Krzysztof Kieslowski. Der genau wie mein neuer türkiser Mitbewohner aus Polen stammt.

Ich denke, ich werde mir rasch einen neuen Toaster zulegen.

Ntürlich in Türkis.

Und damit hätten wir drei Farben. Türkis.

PS: Gaaanz kurz vor „Drucklegung“ dieses Meisterwerks schickte mir die kluge Mitwisserin Frau S. aus Hamburg-Barmbek-Süd (nicht zu verwechseln mit Frau S. aus Berlin-Köpenick, Tarzan kommt eben viel rum) folgenden Link:

https://www.polster-fischer.de/servicewelt/farbenlehre/was-bedeutet-die-farbe-tuerkis/

Da kann sich jetzt jeder seinen eigenen Reim drauf machen. Aber bitte in Türkis.

Die vornehmste Karte und der seltsamste Ebay-Kauf

Natürlich ist Stettin eine ganz hässliche Stadt.

Jede Stadt ist erst mal hässlich, wenn man gestresst, missgeglaunt und aus der ganz falschen Richtung hereinkommt. Zum Beispiel aus Osten über Dabie, das Hafen- und Industriegebiet. So empfand es zumindest Frau Hiob, als sie mich aus geschäftlichen Gründen erstmals in die wunderschöne pommersche Residenzstadt „entführte“.

Aber das hat sich ja mächtig geändert. Stettin ist für mich freundlicher Nachbarort von Berlin geworden, meine Besuche dort, allein oder in Begleitung von Frau Hiob, sind so zahlreich geworden, dass ich hier mal jede Verlinkung erspare. Interessenten gehen mal flugs auf die nicht minder schöne „Mutterseite“ tarzanberlin.wordpress.com und werden dort über die Suchfunktion fündig.

Schon wieder Stettin also. Ich begleite Frau Hiob auf Geschäftsreise. Meine eigenen Geschäfte sind beendet, seit ich Milliardenbeträge (in Zloty natürlich) aus der dortigen Bank entfernte. die Zinsen waren nicht mehr so begeisternd. Und dass ich lieber in Geld bade, als Teile davon der EZB zu schenken, ist ja aus dem vorigen Swimmingpool-Blog bekannt.

Stettin also. Während Frau Hiob geschäftlich unterwegs ist, besuche ich kleine Stellen, die ich mit ihr nicht entdeckt hätte. Sie ist ja immer im Stress und will woanders hin. Ja, das ist jetzt frauenfeindlich.

Das muss ich sofort relativieren, przepraszam. Ohne Frau Hiobs polnische Muttersprache und ihr Netzwerk hätten wir nicht über eine Vitamin-B-Handynummer das tolle Appartement bekommen, wodurch mein Lieblingsportal booking.com wieder mal nichts an mir verdient. Przepraszam.

Mal etwas Kultur erforschen. Am nahen Schloss war ich lange nicht, erfahre so, dass es das gleich doppelt gibt.

Der Nachbau ist dem Baumeister etwas dunkler geraten

Sensationell aber die Entdeckung der „vornehmsten Karte des Herzogtums Pommerns“. Auf diesem Meisterwerk wurde für Rügen „die Information über die dänische Zerstörung von Arkona hinzugefügt“. Vornehm geht Arkona zugrunde. Aber mein Autoatlas ist irgendwie besser. Przepraszam.

An der Philharmonie stößt die vielbeschäftigte Frau Hiob zu mir. Die Grafiken, von denen ich ihr erzählte, will sie sich nicht entgehen lassen. In ihrer trockenen Lakonie sind die auch ohne größere Polnisch-Kenntnisse verständlich.

Vorsichtiges Betreten der Philharmonie. Draußen na ja, innen jedoch … Wir fühlen uns beide sogleich ans New Yorker Guggenheim-Museum erinnert. Als Welt-Menschen können wir das beurteilen.

So weit also Stettin. Kultur.

Unschönes erwartet mich in Berlin. Der Kühlschrank, schon vergangene Woche leicht schwächelnd, hat seinen Geist endgültig aufgegeben. Frechheit. Wo ich gerade mit tollen Metzgereiwaren aus der „manufaktoria“ in der Rayskiego-Straße vor ihm stehe. Nee, ich krieg kein Geld für diese Schleichwerbung. Ich empfehle sie aber mal. Aus eigener Überzeugung.

Der Kühlschrank ist also hin. Es heißt ja gelegentlich, Geruch verursacht Appetit. Dieser hier nicht.

Nun ja, das Ding ist alt, stammt noch vom Vormieter. Ich rufe den mal an, will wissen, wo er ihn herhat, vielleicht kann ich dort einen ähnlich schönen ergattern. Fehlanzeige. Der Kühlschrank ist wirklich sehr alt. Sehr. Und seine Heimat ist nicht Berlin.

Natürlich fragt man sich, wie ich nach so langer Zeit meinen Vormieter anrufen kann. Ganz einfach: Es ist ein früherer Arbeitskollege und guter Freund. Als der frischgebackene Rentner in seine Heimat zurückging, übernahm ich seine Wohnung auf dem „kurzen Dienstweg“.

Schön, wenn’s so läuft. Zigtausende andere Berliner Mieter müssen jetzt leider bangen: Das Bundesverwaltungsgericht hat das vorbildliche Berliner Modell „Vorkaufsrecht“ für unzulässig erklärt.

Kurzer Background: Wenn ein Mietshaus von einem „Investor“ oder „Projektentwickler“ (ich hasse diese Worte!) gekauft werden sollte, wurde ihm von der Stadt eine sogenannte „Abwendungsvereinbarung“ vorgelegt. Darin sollte sich der Käufer verpflichten, die Wohnungen NICHT in Luxus-Appartements umzuwandeln und die Altmieter NICHT auf die Straße zu setzen. Natürlich lehnten die rendite-orientierten „Investoren“ das empört ab. Nanu, wer hätte das gedacht? So griff das „Vorkaufsrecht“, die Wohnungen gingen in den Besitz der Stadt, und die Mieter waren sicher vor Wucher und Rauswurf.

Nun ist leider Schluss damit. Die abenteuerliche Begründung des Bundesverwaltungsgerichts: Die „bloße Vermutung“, der Käufer wolle recht bald alle Altmieter rauswerfen, um richtig Profit zu machen, „reiche nicht aus“, um ein Vorkaufsrecht der Stadt geltend zu machen.

Bravo. Die „bloße Vermutung“ eines sonnenklaren Sachverhalts reicht nicht aus. Nun können natürlich auch keine „Abwendungsvereinbarungen“ mehr getroffen werden, da das Druckmittel „Vorkaufsrecht der Stadt“ entfällt. Eine „bloße Vermutung“ über die Absichten des „Investors“ reicht lt. Bundesverfassungsgericht eben nicht.

Juristisch sonnenklar: Die „bloße Vermutung“, dass ein Bierglas zu Boden fallen könnte, reicht nicht aus, es festzuhalten.

Oder, passender zur Jahreszeit: Die „bloße Vermutung“, dass im Herbst Blätter von den Bäumen fallen könnten, reicht nicht aus, Kehrmaschinen bereitzustellen.

Da kann ich nur froh sein, bei einer freundlichen Hausverwaltung in einem „Milieuschutzgebiet“ zu wohnen, in dem Luxussanierungen durch „Investoren“ ohnehin tabu sind. Wenn diese Areale nicht auch noch verboten werden. Denn: Die „bloße Vermutung“, dass im Bundesverwaltungsgericht Juristen mit gesundem Menschenverstand sitzen, rechtfertigt nicht … ja, schon gut.

Something completely different: Kühlschrank. Einer muss her, am besten noch dieses Wochenende. Das Internet zeigt Lieferfristen, während derer ich problemlos zum Mars fliegen könnte. Könnte. Meist bin ich ja per Fahrrad oder Auto unterwegs.

Ach ja, Ebay-Kleinanzeigen. Da ist einer. 10 Euro, Angebot gerade 40 Minuten alt, dazu noch in meinem „Kiez“. Ich schreibe dem Anbieter.

Jetzt könnte es einfach werden.

Wird es nicht.

„Wann könne abholle?“

Wolle Rose kaufe? (ein „running Gag“ einer alten Comedy-Sendung)

Schon okay. Ich schreibe dem offenbar Nichtdeutschen, dass das gern noch heute geht. Und es folgt ein faszinierender Ebay-Chat.

Ein Chat, der mich mit jeder Zeile mehr überzeugt, hier an eine ganz große kriminelle Connection geraten zu sein. Nach über zwei Stunden Hin-und-Her-Palaver gibt es noch immer keine Information über den Abholort. Nur, dass er in einem ganz anderen Stadtteil liegt.

Nach einer weiteren Stunde erhalte ich die Information „2. Stock“. Auch nicht sooo hilfreich in einer 3,7-Mio.-Stadt.

Es wird dunkel. Die rechte Atmosphäre für einen echten Kriminal-Thriller. Ich steuere mein braves Auto durchs regennass-finstere Schöneberg, Kurs Wilmersdorf. Einen Namen habe ich noch immer nicht. Aber die Adresse. Die Adresse eines Hotels.

Alles in den kleinen Straßen ist zugeparkt. Nur direkt vorm schäbigen Hotel eine Lücke. Ein Wunder? Oder wurde sie von einem Geheimdienst, einer Terror-Organisation gar, für mich freigehalten?

Das wird der neue. Aus sechs verschiedenen Farben wählte Frau Hiob Türkis. Hersteller Amica ist eine polnische Firma. Reiner Zufall

Vorsichtig steige ich aus, lasse das Standlicht am Wagen brennen. Ansonsten Finsternis, Stille. Es geht um einen kleinen Kühlschrank. Für 10 Euro.

Mein Auftrag lautet, zu schreiben, wenn ich vor Ort bin. Richard Burton hatte diese Möglichkeit in dem düsteren Agentendrama „Der Spion, der aus der Kälte kam“ nicht. Sein Ende an der Berliner Mauer ist bekannt. Aber ich bin hier mitten in West-Berlin.

Ich schreibe. Über das Ebay-Portal. „Ich bin da, stehe vorm Hotel.“

Stille. Ich rauche eine Zigarette. Auf der anderen Straßenseite steht mein Wagen. Der einzige mit Standlicht. Die roten Rückleuchten sehen mich an. Was wird hier geschehen?

Dsa Handy klingelt. „Sie sind da? Ich komme runter.“

Der Nichtdeutsche (przepraszam) ist ein netter Mensch, er hilft mir mit dem schweren Teil aus dem Hotelzimmer Nr. 22 hinunter zum Wagen. Wegen einer zufällig gerade kursierenden Seuche verzichten wir auf eine Umarmung.

Der (Not-)Kühlschrank, so muss man ihn wohl nennen, läuft. Das Fleisch aus Stettin ist gerettet. Die Lieferung des neuen, richtig edlen Kühlschranks steht kurz bevor. Zeit mal, den alten herauszuziehen und die Ecke dort gaaanz doll zu säubern. Abtransport und Entsorgung gratis. Fein.

Die Frage bleibt: Welche Mafia agiert dort in diesem Wilmersdorfer Hotel? Und: Muss ich das wissen? Und: In welchen dusiosen Kanälen sind meine 10 Euro verschwunden? Muss ich das wissen? Ich denke nein.

Das Ding kühlt.

Finanz-Umstrukturierung

Jetzt hat es auch mich erwischt.

Post von meiner liebsten Bank. Die so lieb nahezu alles Mögliche umsonst, also gratis, kostenlos, also gebührenfrei anbot. Der böse Brief „in eigener Sache“ bereitet mich auf das künftige „Verwahrentgelt“ vor. Dies besagt, dass man ab einer gewissen Guthabensumme keine Mikrozinsen, z.B. 0,0001 %, mehr bekommt, sondern im Gegenteil was draufzahlen muss. Eben das „Verwahrentgelt“.

Dummerweise kann man da keinen beschimpfen. Weder Noch-Finanzsenator Scholz oder Noch-Kanzlerin Merkel kann was dafür. Allenfalls die EZB, die den Banken die von ebenjenen dort „geparkten“ Gelder …

Also, es ist alles sehr kompliziert. Klar ist nur, dass ich bald für Guthaben auf dem Spar- oder Festgeldkonto zahlen muss. 0,5 %, abzüglich eines lächerlichen Freibetrags von 50 000 Euro. Für z.B. 10 Euro, die darüber liegen,werden dann 5 Cent „Verwahrentgelt“ fällig.

Dieses Drama betrifft schon viele Sparer. Alternative: Fonds oder Geldspeicher

Und dann noch die Inflation.

Nee, das sehe ich ja überhaupt nicht ein. Ich kontaktiere alle meine Banken weltweit, löse alle Konten auf. Eine befreundete Spedition liefert mir die Barbestände palettenweise in den parkähnlichen Garten meiner Residenz im Süden Berlins, gleich neben der Dienstvilla des amtierenden Bundespräsidenten. Der wechselt zwar gelegentlich, der dortige Polizeischutz bleibt jedoch unverändert. Das ist eine schöne Voraussetzung, um mal in Geld zu baden wie Dagobert (Duck, nicht der Erpresser). Man gönnt sich ja sonst nichts. Und beim Baden darin wird es zumindest nicht weniger. Das wissen wir von Dagobert.

Nachdem ich die Besatzung der drei Lastwagen mit einem üppigen Trinkgeld (es gab auch Thunfisch-Brötchen und Salzstangen) verabschiedet habe, beginne ich mit dem Schaufeln der Geldpakete in das leere Swimmingpool-Becken.

Puuh, ich hätte ihn nicht so tief ausheben lassen müssen. Es dauert, bis der Beckenrand annähernd erreicht ist. Und nun starten wir mal die App.

Die App?

Ja, da muss man wohl etwas ausholen.

Aufgeklärte Bürger wissen natürlich, dass neue Geldscheine, genauer: der Silberstreifen darin, nicht nur der Fälschungssicherung dient. Tatsächlich sind dort auch winzige GPS-Chips verbaut, die Bill Gates, der CIA, der NSA, dem BKA, dem BND und natürlich auch dem ADAC oder Klein-Erna dazu dienen, uns lückenlos zu überwachen. Von jedem 10-Euro-Schein, den der Träger mit sich, nun ja, herumträgt, wird ein exaktes Bewegungsprofil erstellt. Zumindest so lange, bis er den Schein an einer Döner-Bude lässt. Oder bei Karstadt. Aber das ist natürlich alles bekannt.

Der wäre fällig, hätte ich z.B. 10 000 Euro zu viel auf dem Konto. Ich bitte Sie: Da bade ich dann doch lieber drin

Weniger bekannt ist, dass die Silberstreifen auch Solarmodule enthalten, die, kommen sie erst mal ans Licht, Wärme speichern können. Und eben diese Wärme kann ich, höchst passend im November im parkähnlichen Garten meiner Villa, jetzt abrufen. Per App. Wunder der Technik.

Der Rasen ist voller Laub. Das könnte auch mal jemand zusammenfegen. Wie sieht das denn aus hier?

Jetzt aber ein entspannendes Bad. In Geld. In richtig schön angewärmtem Geld. Wie Dagobert Duck. Nur dass der noch nicht so schöne Technik hatte.

Neben der Schampusflasche gönne ich mir etwas Lektüre in der matten Nachmittagssonne. Ein Artikel über die abstrusesten Verschwörungstheorien, dazu stoße ich noch auf eine Sammlung der schrägsten, skurrilsten und satirischsten Blog-Beiträge im Internet. Amüsant.

„Herr Tarzan!“

Ich schrecke hoch. Da steht ja mein Innenarchitekt und Bauleiter unter den Mangrovenbäumen neben dem Wohnhaus. Äh, neben der Garage. Ich verwechsele das immer, die Gebäude sind gleichgroß.

„Herr Tarzan, hier sind Sie! Ich hatte vorn geklingelt!“

„Sorry, die ist abgestellt. Die EZB wollte jemand zu mir schicken wegen ungeklärter Fehlbeträge in Europa. Darauf hatte ich heute keine Lust. Was gibt’s denn?“

„Fragen Sie lieber, was es nicht gibt! Bezahlte Rechnungen zum Beispiel. Meine Mitarbeiter und Lieferanten warten auf Hunderttausende Euro!“

„Na, Sie sind gut“, entgegne ich. „Hätte ich so viel auf der Bank liegen, wäre ich aufgrund des neuen Verwahrentgelts in weniger als 200 Jahren ruiniert, Inflation eingerechnet. Wie wäre es mit Ratenzahlung? Alle paar Tage 9990 Euro? Per Bareinzahlung? Wegen der Obergrenze? Sie verstehen, Geldwäschegesetz?“

„Sie könnten mir was aus Ihrem Pool da geben.“

„Nee, ich bade jetzt. Da geht bitte nix von raus.“

„Okay, dann warten wir auf die Raten. Bitte ab nächster Woche. Und, ach ja …“

„Ja, bitte?“ Eigentlich war ich schon wieder in den total schrägen Chaoten-Blog vertieft.

„Ich habe da“, druckst mein Bauleiter, „in Badezimmer Nr. 3 Probleme am Duschkopf festgestellt.“

„Ja, und?“

„Da musste ein Ventil neu. Das habe ich auf eigene Kappe gemacht und ausgelegt. Das Ding kostet – ich hab gute Konditionen im Großhandel – 3,90 Euro. Aber das kann ich natürlich so nicht auf die Rechnung für die Subunternehmer schreiben. Könnten Sie …?“

„Och, mein Gottchen!“

Erbost werfe ich ihm einen Packen 50-Euro-Scheine an den Kopf.

Wie kleinlich doch manche Leute sind.

Wegen so einem bisschen Geld.

Narren am Rhein und anderswo

Welch blöder Zufall.

Der Karneval hat begonnen.

Nein, das ist eher kein Zufall, das Datum ist, ähnlich wie Weihnachten, hinlänglich bekannt. Anders als in der Politik, wo man von vielem überrascht ist (ich vermeide wieder mal das „C-„Wort) hat man sich hier gewissenhaft auf das große Ereignis, dass Zigtausende beglücken soll, vorbereitet.

Gute Besserung, Durchlaucht! (Foto: imago images)

Der blöde Zufall ist, dass Karnevalsprinz Sven I. an einem, den Karnevalisten eventuell gänzlich unbekannten, Virus erkrankt ist. Das heißt, er ist nicht erkrankt, sondern nur – wie heißt das jetzt noch gleich? – ah ja, „positiv getestet“.

Der Präsident der Karnevals-Kommission, Christoph Kuckelkorn, wünscht ihm selbstverständlich alles Gute, will aber trotzdem heftig feiern. „Wir wissen, was wir tun.“ Anzunehmen. Im Hauptberuf ist Kuckelkorn Bestattungsunternehmer. Wieder so ein Zufall.

Ganz zufällig wurde heute auch die Zahl der Neuinfektionen …

Lassen wir das. Ich versprach hier, dass das Thema mit dem „C“ mal aus diesem neuen Blog bzw. Unter-Blog fernbleibt. Und um Narretei zu erleben, muss man nicht ins Rheinland fahren.

Es reicht ein Ausflug ins Twitter-Universum.

Der neue Bußgeldkatalog (seit Dienstag gültig) ist hier ein bisschen Thema. Ich weiß das, weil ich dem Account @polizeiberlin folge. Schon lange, nicht nur ein bisschen, sind Twitterer begeistert von falsch geparkten Autos, posten Fotos, bleiben gerne auch so lange vor Ort, bis das Auto dann tatsächlich abgeschleppt bzw. umgesetzt wird. Und posten dann von diesem Vorgang weiter begeistert Fotos.

Ein seltsames Hobby, das ich eher nicht teile. Ich bin berufstätig. Mal nebenbei. Und der geifernde Chor der Autohasser ist im links-grünen Berlin wahrlich groß genug. (Blog-Leser wissen, dass ich Autofahrer bin. Briefbomben etc. bitte postlagernd).

Die große Anzahl der Twitter-Einträge dieser Hobby-Polizisten sehe ich natürlich auch nur, da ich selbst diesen Menschen „followe“. Der tückische Twitter-Algorithmus zeigt mir als Radfahrer, als der ich mich irgendwann „outete“, bevorzugt diese, äh, „Auto-Hate-Speeches“ an.

Und die sind echt beliebt. Von den „Likes“ und den zustimmenden Antworten kann ich mit diesem zweifellos viel subtileren, genialeren, durchdachteren, sprachlich geschliffeneren Blog nur träumen.

Schon einmal mokierte ich mich hier über das Leserforum des „Tagesspiegel“. Wie man sich dort beharkt, jede noch so fitzelige Aussage verbissen hinterfragt, wütend nach Belegen ruft, „ja, aber und mimimi und mäh, mäh“.

Ist mir auf Facebook auch schon passiert. Das Foto eines komplett geisteskrank geparkten Autos, nachts unbeleuchtet mitten auf der Fahrbahn, wurde von einem „Nibelungen“ (Hagen weiß dann schon) penibel “zerlabert“, mit Besserwisserei, Paragrafen, Kommentaren zu nicht vorhandenen Parkverbotsschildern etc. Die Aussage des Fotos, nämlich dass man mit gesundem Menschenverstand nicht so parkt, unabhängig von Verbot oder nicht, hatte er überhaupt nicht begriffen.

Allerdings kam bzw. kommt dieser verbissene Kommentator aus Hamburg. Und trotz ähnlicher rot-grüner Senatskonstellation dort ist das nicht mit der künftigen Radfahrer-Hauptstadt Berlin zu vergleichen.

Hier nämlich, ja, wir sind wieder bei „Twitter“ postet jemand ein ähnliches Foto. Süffisant fragt er, warum man sein Fahrrad unbedingt am Markttag durch die engen Gassen zwischen den Ständen schieben und alle behindern muss.

Ein Twitterer wunderte sich: Was wollen die Radsportler auf dem beengten Wochenmarkt?

Das war wohl ein Fehler. Denn es ging um Berlin. Wo Radfahrer heilig sind. Egal was sie tun. Blitzartig meldet sich ein „Micha“ und fragt ebenso süffisant, ob jetzt „etwa jeder in fußläufige Entfernung zum Markt ziehen soll“.

Tja, „Micha“. Thema verfehlt. Aussage nicht begriffen. So wie ich das Foto verstand, ging es nicht darum, wie man zum Markt kommt, sondern wie man sich auf ihm benimmt. Setzen. Sechs.

Ein weiterer Twitter-Beitrag beklagt (natürlich sind wir wieder beim neuen Bußgeldkatalog), dass die Polizei Berlin gegen „Geister-Radler“ in Einbahnstraßen (Gefährdung, Nötigung, denkbar gem. StVO 1 Jahr Haft) so gar nichts unternimmt.

Wieder ein Fehler. Denn es ging um Berlin. Wo Radler heilig sind. Egal was sie tun.
Auf die Behauptung „Die Polizei tut nichts“ könnte man nun auf vielerlei Weise antworten, z.B.:

1.: „Ja, schlimm.“

2. „Nee, stimmt gar nicht.“

Auch mit diesem Auswurf seiner verbissenen Argumentationskette beweist „Micha“, dass er nichts begriffen hat. Es ging um eine Einbahnstraße und Autos. Aber die kommen in seinem Weltbild gar nicht vor. Noch peinlicher: Vier Leuten gefällt’s

3. „Da sollte man doch Lösungen finden.“

Einem Twitterer („Micha“, wieder so ein Zufall) gelingt es allen Ernstes, noch eine vierte Antwortmöglichkeit zu kreieren.

Er salbadert, komplett unbeeindruckt von Verbotsschild und StVO, dass die Straße eigentlich breit genug sei, präsentiert Google-Maps-Luftbilder, auf denen natürlich kein „Geisterradler“ zu sehen ist, und ist natürlich total gegen alles. Die eigentliche Aussage (die Untätigkeit der Polizei) hat er auch hier nicht begriffen. Setzen. Sechs.

„Micha“ hat sich also als vollwertiges Mitglied der üblichen links-grünen Berliner Gesellschaft qualifiziert: Er ist Radfahrer, dem andere Leute und die StVO egal sind, sicher ist er auch Impfgegner. Das allerdings streichen wir jetzt aus dem Text, obwohl es naheliegt.

Aber hier soll es ja nicht um Verkehrsregeln gehen, sondern um Narretei.

Also nicht im Verkehr, die gibt’s genug, sondern in sozialen Netzwerken. Das peinliche Gequake „mimimi, ja, aber mäh, mäh.“

Ein wunderbares Beispiel liefert Frau H. mit ihrem Erlebnis in einem Linienbus. Frau H. verfasst wunderbare Beiträge auf Facebook, wir sind, ohne uns zu kennen, „Freunde“, ich habe die persönliche Erlaubnis, sie einst in diesem genialen Blog mit vollem Namen zu empfehlen. Aber das machen wir später. Wenn was aktuell anliegt.

Zunächst geht es hier um ihr Bus-Erlebnis. Und die Reaktion einer nicht zu empfehlenden Mitleserin der Frau H. Passend zum Karneval eben närrisch. Und komplett peinlich, wie die Schilderungen oben.

Frau H. schildert also, dass die neue Busfahrerin an einer Kreuzung stoppt.
Mikrofon: „Es ist mir peinlich, aber kennt sich wer aus? Heute ist meine erste Fahrt auf dieser Strecke. Wo muss ich hin?“
„Links“, tönt ein Fahrgast. „Immer links hier. In Berlin“
Gelächter.
„Ja, ist auch politisch gemeint. Aber hier wirklich links rum.“

Ein spaßiges Erlebnis aus einer großen Metropole.

Punkt. Mehr war es nicht. Millionen Menschen, wie ich übrigens auch, verstehen es als genau dies: ein spaßiges Erlebnis aus einer großen Metropole.

Falsch: Millionen Menschen minus eine Person.

Genau eine Dame muss dagegen angehen. Über ihren Zustand kann ich hier nicht urteilen, selbst wenn ich Arzt wäre. Lassen wir Facebook, also sie sprechen: „Diese Ecke ist gar keine Kreuzung, es ist nur eine Abzweigung. Und der Bus muss da gar nicht links, eine andere Linie fährt da auch geradeaus.“

Diagnose auch hier: Nix begriffen. Sinnfreie Mäkelei. Setzen. Sechs. Eine Schwester von „Micha“ im —

Ups, jetzt hätte ich fast „im Geiste“ gesagt. Wie unpassend. Man sollte aufpassen, was man schreibt.

Hilfe, die Narren sind los!

Das Geheimnis von Jagen 37

Wie schön: Der heutige Samstag hat beschlossen, nicht zu regnen.

Wahrscheinlich hat nicht er selbst es beschlossen, sondern jemand ganz anderes. Aber egal. Wobei: Wochentage selbst regnen ohnehin nicht, das wäre gegen ihre Natur. Schließlich sind es Wochentage, keine Wetterphänomene. Man sagt ja auch immer nur, dass „ES“ regnet. Aber was ist dieses „ES“?

Egal. „ES“ regnet nicht. Ein Grund, einfach mal Rauchfangswerder zu besuchen.

Rauch … was?

Ja, da schluckt selbst Tarzan. Da kennt man markige Ecken wie Albrechts Teerofen oder auch das nahe Kohlhasenbrück. Aber von „Rauchfangswerder“ hatte ich noch nichts gehört. Gäbe es da nicht die netten Bezirks-Newsletter des „Tagesspiegel“. Und Mitarbeiterin Simone Jacobius, aus Berlin-Müggelheim, hat die Ecke so nett beschrieben, dass meine Neugier geweckt war. Muss man auch mal lobend erwähnen. Schönes Woche, Frau Jacobius!

Man kann nicht andauernd in die Alpen fahren.

Ich scheuche Frau S. in Berlin-Köpenick vom Früh-TV auf, ich finde, sie darf mit, es liegt schließlich am Weg. Voller Begeisterung düsen wir Richtung Berlin-Schmöckwitz. Bevor wir allerdings in die Wildnis in Richtung Weltende abbiegen, braucht Frau S. einen Kaffee. Anders als an Arbeitstagen hatte sie noch gar keinen, ab 10 Uhr wird Koffein-Entzug spürbar, ab 11 Uhr ist dann echt Zeit.

In ganz Schmöckwitz findet man kein offenes Café. Was bei dem Namen nicht wirklich verwundert.

Etwas trostlos. In Zeuthen. An diesem Novembermorgen. Aber ein Kaffee muss eben sein

Im nahen Zeuthen werden wir fündig. Und das ist, ganz nebenbei, schon Brandenburg. Erneuter Beweis für die totale Dysfunktionalität Berlins. Wenn ich hiermit einem Schmöckwitzer zu nahe trete: Bitte das Substantiv „Boshaftes“ im Untertitel erinnern.

Danke. Wir kommen drauf zurück

Und nun geht es ans Weltende. Ganz am Südzipfel der Landzunge oder auch Halbinsel „Schmöckwitzer Werder“ erreichen wir das legendäre „Rauchfangswerder“. Vor einem der adretten Bungalows warten Geschenke auf Besucher.

Wir sind hier doch tatsächlich am südlichsten Punkt Berlins. Und jener ist einfacher zu erreichen als der südlichste Punkt Deutschlands, den ich natürlich auch schon in Angriff nahm. Hier allerdings ist keine mönströse Bergwanderung nötig. Ja, man wird nicht jünger.

Auch Schmöckwitz, also Rauchfangswerder, hat schon einige Jährchen hinter sich. 1375 erwähnt, eine mögliche Deutung ist smokowic = „Drachenbach“ oder „Schlangenbach“ wegen des sich schlängelnden Wasserverlaufs um die Insel (Wikipedia).

Ja, kann man so stehen lassen. Wo wir stehen, ist so ungefähr das Ende der Welt. Rechts Wasser, links Wasser, vor uns Wasser. Und Quitten. Als Geschenk.

Ob die Quitten schon vor 60 Jahren in diesem Garten wuchsen, ist nicht überliefert. Zehn Jugendliche von hier waren von der Einsamkeit jedoch offenbar überfordert. Ob nun mit Quitten oder ohne. Am 18. August 1961 – es war fünf Tage nach dem Mauerbau! – schlugen sie dem Kapitän auf einer Rügen-Rundfahrt scherzhaft vor, sie doch bitteschön zur dänischen Insel Bornholm zu fahren.

Wer in der DDR aufwuchs, wird sich denken können, dass das wenig scherzhaft für sie ausging.

So viel zur politischen Berühmtheit des Schmöckwitzer Werders. Vorbei, die Zeiten. Als freie Bürger eines freien Landes wandern „Ost-Berlinerin“ Frau S. und „West-Berliner“ Tarzan am Krossinsee entlang und schauen ehrfürchtig aufs gegenüberliegende Brandenburg. Da wir uns ja sowieso im „Ostsektor“ befinden, war das hier nie eine „böse“ Grenze. Anders als zum Beispiel am Glienicker See im Westberliner Stadtteil Kladow.

Man könnte aber auch mal die DDR vergessen und sich am farbenprächtigen Herbst ergötzen, der jenseits aller Ideologien jedes Jahr ziemlich bunt daherkommt.

Um uns nicht zu verirren, alte Leute könnten das sogar auf einer Halbinsel schaffen, schaue ich gelegentlich auf Google Maps. Und da fällt mir etwas Seltsames auf. In der gigantischen Grünfläche der Halbinsel (die eigentlich momentan gelb, orange und rot leuchtet) gibt es eine einsame Markierung.

Jagen 37.

Sonst nichts.

Was verbirgt sich dort?

Was ein „Jagen“ ist, weiß ich. Die Mitleser dieses Blogs sowieso. Aber warum zeigt Google Maps mitten in der Einsamkeit diese ebenso einsame Markierung?

Jagen 37.

Er ist ziemlich in der Mitte der Halbinsel, in dichtem Tann, 50 Meter südlich eines großen Querwegs zum Westufer.

Die Ortung stimmt. Wir sind da. Was verbirgt sich dort?

Schon einmal hat mich das fähige Handy mit seiner Ortung zu einem aufgelassenen Bergwerksstollen in einem unzugänglichen polnischen Gebirgshang geführt. Und jetzt sind es nur noch 50 Meter in den ebenen Wald hinein.

Was ist Jagen 37?

Die Recherche, abgesehen davon, dass dort im Wald nichts, aber auch gar nichts liegt, zeigt allerlei Möglichkeiten: ein Hotel, einen Wassersport-Club (klar, mitten im Wald), eine einst geplante und nie verwirklichte Straße. Die allerdings liegt woanders, wenngleich ebenso im „Jagen 37“.

Wasserrettungsstation, Biberbaum … alles schön und gut. Doch was verbirgt sich am Jagen 37?

Trotz reißerischer Überschrift gehe ich jetzt nicht näher auf das womöglich furchtbare Geheimnis um den „Jagen 37“ ein. Furchtbar scheint auch, dass offenbar irgendwer diese Markierung in Google Maps gesetzt hat. Und zwar dilettantisch falsch. Wir sind hier nämlich im Bereich der Jagen 9 und 10, ganze 37 hat die Halbinsel „Schmöckwitzer Werder“ gar nicht.

Furchtbar, aber auch tröstlich ist, dass der ewig neugierige Tarzan auf solche Zufallsinfo anspringt und sich dann heftig mit der Natur auseinandersetzt. Was soll man auch sonst schreiben, wenn man nicht gerade in den Dolomiten oder der Antarktis unterwegs ist?

Frau S. findet einen Pilz. Einen Parasol-Pilz, also den Gemeinen Riesenschirmling. Wobei gemein die Häufung meint, nicht den Charakter. Ein richtig großer ist es, den sie morgen zu einem panierten Schnitzel verarbeiten wird.

Da wünsche ich ihr mal Glück. Ich kenne mich mit Pilzen nicht aus, es kann da auch unangenehme Verwechslungen geben.

Glück wünsche ich auch mir, dass ich von der idyllisch-ländlichen Südspitze Berlins heil nach Hause komme. An der Glienicker Straße Blaulicht, ein Auto liegt auf dem Dach. Da der Antriebsstrang jetzt oben liegt, also zwischen den vier Rädern in der Luft, scheint ein Weiterkommen für dieses Auto eher problematisch. Warum fährt er auch so?

Zur gleichen Stunde melden die News, dass in der Straße Unter den Linden ebenfalls ein Wagen beim Abbiegen umgekippt ist.

Auf der Sonnenallee die üblichen schwarzen Limousinen. Blockade, Gebrüll, Gewalt. Das Übliche in einem Kiez, den die Polizei schon lange sich selbst überlässt. Rechtsfreier Raum. Wagen auf der eigentlich freien linken Spur halten vor Angst bei Grün. Der zugedröhnte Fahrer eines Kleinwagens probiert mehrfach Anfahren mit Reifenquietschen, in der Einbahnstraße versucht ein unbeleuchtetes Fahrrad mich zu rammen.

Auch Quitten gibt’s nicht mehr am Straßenrand. Dafür Schrott und Müll, meterhoch.

Ja, ich bin wieder in Berlin. Dabei habe ich es eigentlich gar nicht verlassen.

Aber es war eine schöne sauerstoff- und wasserreiche Erholung da unten in Rauchfangswerder. Das Geheimnis von „Jagen 37“ werde ich vielleicht igendwann ergründen.

Das Geheimnis mancher Mitmenschen wohl nie.

Neue Nachbarn

Es regnet. Den ganzen Tag.

Zur Fertigstellung des Beitrags schlurfe ich in die Kneipe, zwecks geistiger Erbauung. Der Wirt klopft auf „meinen“ Eckplatz am Tresen. Als sage er einem Hund: „Hier! Sitz! Platz!“ Schon mal ein ungeheurer Affront.
Na gut, es ging darum, dass mein Zweit-Lieblingsplatz von irgendwelchen Leuten demnächst reserviert wurde. Was sind das für Leute, die bei dem Sauwetter, und dann noch geplant, hier auftauchen wollen? Als gäbe es nicht genug andere Orte. Ich sage ja: Affront.

Und draußen rinnt der Regen herab.

Doch der Regen darf nicht das Thema sein. Es ist hier ja keine Live-Reportage, und womöglich lesen dies Leute, bei denen es überhaupt nicht regnet. Oder nicht mehr regnet. Und womöglich hört der Regen auf, während ich genau diesen Satz tippe. Also lassen wir das mit dem Regen.

Die Sonne scheint. Also vor einigen Wochen. Während ich artig meine Homeoffice-Arbeit erledige, taucht sie am offenen Fenster hinter mir auf. Ein kleines Rascheln lässt mich, nein, nicht erschreckt herumfahren, ich bin Tarzan, die Ruhe selbst. Betont lässig schiele ich nach hinten, um das Geräusch zu analysieren, ob man das nicht in einem Blogbeitrag verwenden könnte.

Auch hier tierische Nachbarn. Aber die sind eigentlich immer da. Zumindest an Markttagen

Ja, kann man. Da sitzt sie auf der Fensterbank und mustert mich prüfend. Eine Katze.

Schnell klicke ich eine unverfängliche Registerkarte an, also die leere Google-Suche. So kann die Katze nicht mehr die vertraulichen Firmendaten ausspähen. Das wäre ja noch schöner. Da haben wir extra eine gesicherte VPN-Verbindung vom Homeoffice in den Firmen-Server. Wir sind schließlich verpflichtet, Handy, PC und WLAN zu sichern, auf dass niemand den Bürokram ausspäht.

Und da sitzt nun diese Katze. Und späht.

Zunächst glaube ich aber immer an das Gute im Tier. Im Tier. Beim Menschen geht das nicht so schnell. Meistens ist etwas Taxieren, Beobachten und Small Talk nötig, bevor man merkt, dass es sich um ein ganz widerliches Subjekt handelt.

Von diesem Tier, der Katze also, glaube ich zunächst mal, dass sie neu zugezogen ist und die Umgebung erforschen möchte. Genau wie ich es vor Jahren tat und noch tue. Was liegt da näher, als auf die Fensterbank eines offen stehenden Fensters im Innenhof zu springen und zu schauen, was es da gibt? Also naheliegend für die Katze, ich selbst springe eher nicht auf Fensterbänke.

Sie schaut halb freundlich, halb schüchtern. Also spreche ich sie auch freundlich und gar nicht schüchtern an. Schwupp oder auch schwups oder schwupps, weg ist sie.

Das ist ja mal ein Anfang. Ich wollte ja schon immer ein Haustier, das mich gelegentlich besucht, ohne großartige Verpflichtungen, z.B. ein Eichhorn also -hörnchen. Tatsächlich wurden daraus eine fette Meise und eine unangenehme Ratte, schockierend nachzulesen hier.

Wenige Tage später schreckt mich ein vierpfötiges Plumpsen neben mir auf.

Aha. Die neue Nachbarin ist noch neugieriger geworden, streift einmal kurz durchs Wohn-/Arbeitszimmer, wirft einen Blick ins angrenzende Schlafzimmer. Leider reagiere ich nicht schnell genug, um das Fenster zu schließen. Dann könnte ich sie nämlich mit Gewalt an mich gewöhnen, damit sie immer wiederkommt. Nee, zu spät, schwupp oder auch schwups oder schwupps ist sie wieder draußen.

Was das Ganze mit „unterwegs“ zu tun hat? So heißt schließlich diese „Unter“-Seite, ja seit Neuestem sogar die ganze URL. (Der Wechsel ist hier erklärt.)

Unterwegs war ich mindestens in die Küche, um für das (noch) unbekannte Katzentier ein Leckerli bereitzulegen. Ich denke, ich werde sie „Katze“ nennen. Das passt zu einer Katze immer recht gut und war auch schon auf manchen Reisen erfolgreich.

Richtig unterwegs war ich natürlich auch. In Hamburg. Großer festlicher Geburtstag der Frau Hiob. Meine Güte, war der nicht erst letztes Jahr? Ebenfalls im Oktober? Hat sie vor, das jetzt jedes Jahr zu machen? Charmant verkneife ich mir, sie mit dem Flughafen BER zu vergleichen (oder war es Tempelhof?). Die zwei Daten (30. und 31. Oktober) korrespondieren doch wirklich genial.

Nach fulminantem Essen gibt es auch einen fulminanten Frau-Hiob-Ritt (nein, nicht was Sie denken) auf diesem lehrreichen Rind vor dem Steakhaus. Persönlichkeitsschutz verbietet es, das Tier mit Frau Hiob drauf hier zu veröffentlichen.

Zurück in Berlin, begegnet mir die neue Katze noch mehrfach. Freundlich durchstreift sie die kleinen Vorgärten an der Straße, betrachtet Fußgänger, Autos und Radfahrer. Einmal treffe ich sie, als sie gerade durchs Gitter des Innenhofs auf die Einfahrt schlüpft. Klar, dass muss sie so machen, denn den Türöffnerknopf innen (in gut 1,50 Meter Höhe) erreicht sie ja nicht. So schlüpft sie durchs Gitter. Wie klug Katzen doch sind.

„Hallo, Katze“, sage ich und gehe in die Knie. Psychologisch sehr raffiniert von mir. Man macht sich auf diese Art kleiner und wirkt nicht so bedrohlich. Für die Katze. Die zwar keine Antwort gibt, aber zumindest kurz meine ausgestreckte Hand betrachtet. Und dann ihrer Wege geht.

Das ist bestimmt der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.

Noch mehr neue Nachbarn gibt es gegenüber. Da gab es schon etwas Packerei und Einräumen, nun sind se da. Frauchen begrüßt mich am Briefkasten mit einem strahlenden „Hallo, Herr Nachbar!“ Untypisch für Berlin. Das nette Frauchen kommt bestimmt von weit her.

Frauchen deshalb, weil in ihrer Begleitung eine Dogge die Post begutachtet. Ein weiteres Tier, diesmal aber mit der Rückenhöhe eines Kleinwagens, z.B. eines Fiat 500. In Metallic-Grau.

„Nein, lass ihn!“ Frauchen zieht den Riesen zurück.

„Wieso? Der ist doch toll lieb.“

„Ja, aber dann ist Ihre Kleidung hin. Er umarmt Leute gern.“

Hm. Ich überlege, wie groß die Dogge, bzw. der Doggerich, auf zwei Beinen bzw. Pfoten sein mag. Vielleicht halte ich mich doch besser an die Katze. Wo ist die überhaupt? Bei DIESEM neuen Nachbarn könnte eine tierische wunderbare Freundschaft problematisch werden.

Kurz darauf tobt ein Hurrikan durch das Gesträuch im Hof. Also kein Hurrikan, sondern der Doggerich. Irgendwas jagt er da, er wütet wie eine Naturkatastrophe im tropischen Regenwald.

Oje. Die Katze? Ich öffne das Fenster, um sie zu retten. Retten ist immer gut. Weltretten und so. Aber vermutlich hat der sanfte Riese nur eine Fliege gejagt. Oder eine Ratte. Wir sind schließlich in Berlin.

Katze retten also. Die Welt retten könnte ich natürlich auch. Sogar ziemlich mühelos. Vielleicht nicht komplett allein, so ungefähr fünf oder acht andere könnten schon ruhig dabei sein. Sofern die sich alle umwelttechnisch so benehmen wie ich. Dann wäre das alles kein Problem. Problem sind immer die anderen. Welt retten also illusorisch. Von den anderen nämlich gibt es zu viele.

Wir fangen also klein an, im Rahmen der Möglichkeiten. Katze retten. Ein rettendes Fenster offen lassen, in der Heizperiode? Da würde mir Greta Thunberg schnell erbost Steine noch in die anderen, geschlosssenen, schmeißen. Alter Schwede.

Nein, eine Art „Kiez-Management“ im Kleinen schwebt mir vor. Frau „Katze“ und Doggerich am Runden Tisch vereint. Zum Gespräch. Und ja, wir haben einen runden Tisch. Im Vorgarten. Ich habe „Katze“ schon drauf sitzen sehen.

So geht Nachbarschaft.

Nun aber wirklich Willkommen

Puuh, das war ja etwas Frickelei.

Bis die Seite dann so aussah, wie ich es mir vorstelle. Als Gewohnheitstier wollte ich ja den hübschen Anredetext für mögliche Follower (besonders natürlich die angestammten) wieder genau so haben wie auf der alten Seite tarzanberlin.wordpress.com.

Das musste ich mir irgendwie aus den alten Vorgaben des „Classic Editors“ herholen, und, oh Wunder, es klappt auch im neuen „Block Editor“. WordPress ändert sich ja immer mal, anders als ich.

Die Tücken der Technik waren herausfordernd, aber bevor ich ins übliche Meckern verfalle, muss ich sagen, dass es WordPress einem im Großen und Ganzen leicht macht.

Noch immer sieht der „Bearbeitungsmodus“ nicht so aus wie die sogenannte „Vorschau“, geschweige denn die Veröffentlichung. Aber mangels Beschwerden mache ich vorerst so weiter.

Vorerst so weiter geht es auch in Berlin. Nach dem faszinierenden Wahlsonntag des 26. September, an dem schiefging, was nur schiefgehen kann, hier nun ein farbiges Ergebnis:

Da haben wir den Salat, äh, die Berlin-Wahl

Rot-Rot-Grün wie gehabt. Es geht alles also weiter wie gehabt. Doch halt, nein: Aufgrund der anderen Sitzverteilung der Grünen heißt es jetzt nicht mehr Rot-Rot-Grün, sondern, Überraschung: Rot-Grün-Rot.

Das ist mal was ganz Neues. Der begnadete „Tagesspiegel“-Chef Lorenz Maroldt stellte Bezüge zu Schrödingers Katze her. Weiter-wie-bisher oder Neuaufbruch-alles-anders. Es kommt auf den Blickwinkel an: Schrödingers Katze kann tot oder lebendig sein. Je nachdem, ob einer hinguckt.

Das ist jetzt nicht ganz leicht zu verstehen, lassen wir das. Auch „Spiegel“-Mann Jan Fleischhauer, der Berlin 2018 völlig zu Recht mit Venezuela verglich, betrachtet das Grauen jetzt vom Münchner „Focus“ aus:

Ja, das ist die große Frage

Andere haben das seltsame Berlin auch schon früher mit fernen Zielen verglichen, so Benedict Neff in der „NZZ“.

So weit also erst mal die Presseschau. Wie ich finde, ein vorzüglicher Einstieg in den neuen Blog. Mitten im „neuen“ Berlin“. Auch wenn er nicht mehr tarzanberlin.wordpress.com heißt. Aber „unterwegs“, so sagte ich ja schon im „Willkommen“ vor vielen Jahren, kann man auch mitten in Berlin sein.

In der kaputtesten und dysfunktionalsten Stadt der Welt.

Ach ja: Fällt jemandem auf, dass ich hier im neuen Blog noch kein Mal das „C“-Wort verwendet habe?

Gemeint ist jetzt nicht FDP-Chef Christian Lindner, z. B. als neuer Finanzminister, ja, das hätte was.

Nein, gemeint ist eine „pandemische Ausnahmesituation“, die ja nun womöglich auch demnächst, trotz verbissener Impfgegner, aufgehoben wird.

Ich halte es für eine saugute Idee, diesen „frischen“ Tarzan-Blog dann auch nicht mehr damit zu „verseuchen“. Etwas Neues hat begonnen. Zumindest in diesem Blog. Und in Berlin, so Gott will.

Na ja, die Wähler wollten es ja ganz offensichtlich nicht.

Bitte, egal: Bevor ich mich über Berlin aufrege, bin ich mal wieder unterwegs.

Und zwar gleich morgen. Alles Liebe für Euch ganz zum Anfang dieses neuen Blogs.